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Aus Berlin

Öffentliche Anhörung

Lebensmittelverschwendung muss systematisch angegangen werden

Anlässlich der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema Lebensmittelverschwendung erklärt die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Elvira Drobinski-Weiß:

Die Verschwendung von Lebensmitteln kann nur eingedämmt werden, wenn alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten ihren Beitrag leisten. Bisher stehen die Verbraucherinnen und Verbraucher im Fokus, aber auch die Landwirtschaft, Ernährungsindustrie und der Handel müssen stärker Verantwortung übernehmen. In der Anhörung wurde deutlich, dass sich dort diese Einsicht noch nicht durchgesetzt hat. So hatte bereits die vom Agrarministerium in Auftrag gegebene Studie der Universität Stuttgart wegen fehlender Auskunftsbereitschaft auf neue Zahlen aus Handel und Industrie verzichten müssen. Hier braucht es mehr Kooperationsbereitschaft. Und mehr Transparenz, um nachvollziehen zu können, wo wie viel Lebensmittelabfälle anfallen.

Es darf nicht sein, dass das Wegwerfen billiger und leichter für die Anbieter ist als die Weiterverwertung. Wir müssen Regelungen finden, die dieses Missverhältnis umkehren. Denn dieser Umgang mit Lebensmitteln ist ethisch, sozial und ökologisch nicht vertretbar.

Auch die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen Verantwortung übernehmen und ihre Ansprüche an Vielfalt, frische Optik und der ständigen Verfügbarkeit von Lebensmitteln hinterfragen. Dazu gehört aber, dass sie besser darüber informiert werden, was die Erfüllung dieser Ansprüche für soziale und ökologische Folgen hat und welchen Wert Lebensmittel wirklich haben.

Die Konzentration im Handel verschärft die Situation, denn im Kampf um Marktanteile sind Niedrigstpreise für Lebensmittel die Waffe, mit denen Konkurrenten vom Markt gedrängt werden und unter denen Zulieferer und Erzeuger zu leiden haben. Und auch die Ansprüche an Optik und Verarbeitungsfähigkeit üben Druck auf die Erzeuger aus und führen zur Aussortierung und unnötigen Abfällen bereits bei der Ernte.

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